95,5 km – Lauf zwischen den Meeren 2017

Der Lauf zwischen den Meeren, von Husum nach Damp, ist bei den aktiven Sportlern der SG akquinet seit Jahren fester Bestandteil der Laufplanung.Aufgeteilt in 10 Einzeletappen von 7,1 bis 11,5 km bedarf der Lauf neben den läuferischen Einzelleistungen eine ebenso große Gemeinschaftsleistung der gesamten Staffel. Die Vorplanungen, das Laufen innerhalb der Staffel und die logistischen Aufgaben schaffen einen einmaligen Reiz und machen das Wochenende in Schleswig-Holstein immer wieder zu etwas Besonderem

Auch in diesem Jahr machten sich eine Damen- und eine Herrenstaffel aus Lemwerder auf den Weg, um freitags in Damp die gebuchten Quartiere zu beziehen. Der Veranstalter errichtet am Ostseestrand ein großes Festzelt und alle Teilnehmer haben die Möglichkeit, an einer Nudel-Pasta- Party teilzunehmen. Ein Angebot, das auch die Läufer der SG akquinet immer wieder gerne nutzen.

Unsere Herrenstaffel:

Nachdem in der Nacht die letzten Gewitter abgezogen waren, begrüßte uns der Tag noch etwas grau und relativ frisch. Nach dem Frühstück hieß es Taschen packen, die Fahrzeuge besetzen und Aufbruch nach Husum bzw. zum ersten Wechselpunkt in Wittbek. Das Wetter besserte sich zusehends und nach gut einer Stunde begrüßte Husum sogar mit etwas Sonnenschein die Startläufer.

Pünktlich um 9.00 Uhr fiel am Hafen in Husum der Startschuss und ein beachtliches Läuferfeld, laut Veranstalterangaben 800 Staffeln, machte sich auf den Weg zur ersten Etappe: 11,5km von Husum nach Wittbek. Für uns lief Helge Schweers diese Etappe, die gleichzeitig die längste der gesamten Strecke ist. Helge lief ein flottes Renntempo und wechselte in Wittbek auf Holger Wetjen. Für Holger standen jetzt 10,4km auf dem Plan, von Wittbek nach Hollingstedt. An Wäldern, Gehöften und Feldern vorbei geht es bereits hier schon mal etwas bergauf und bergab.

In Hollingstedt übergab Holger den Staffelstab an Heiko Fellendorf und sofort ging es weiter, 11,1km nach Dannewerk.

In Dannewerk wechselte der Stab jetzt auf Robert Karol Rybicki. Karols 9,8km lange Strecke führte ihn nach einigen Kilometern Radweg auf die Start- und Landebahn des Flugplatzgeländes in Jagel. Hier laufen zu können ist sicherlich eine besondere Gelegenheit und Herausforderung zugleich. Zumal uns das gute Wetter von Husum an begleitete und es zu diesem Zeitpunkt immer wärmer wurde.

In Jagel wechselte Karol auf Thomas Sudbrink, der den Stab 8,9km bis nach Fahrdorf trug. Die Strecke von Thomas führte ihn unmittelbar an die Schlei und an Schleswig vorbei. Am Ende der Strecke stand ein ca. 400m langer Anstieg an, der den Läufern noch einmal alle Anstrengung abverlangte.

Thomas übergab in Fahrdorf an Torsten Bruns, welcher sich zu einer Doppeletappe aufmachte. 8,2km von Fahrdorf nach Fleckeby und gleich weiter von Fleckeby nach Gammelby, nochmals 9,3km. Landschaftlich sehr schöne Abschnitte: erst die Schlei, dann entlang der Bäderstraße, vorbei am Internat Louisenlund und weiter auf Wald- und Wanderwegen. Geprägt durch zahlreiche Steigungen und Gefälle ist es eine äußerst anspruchsvolle Strecke, welche Torsten unermüdlich in einem sehr scharfen Tempo anging und absolvierte.

In Gammelby wechselte Torsten auf Ralf Ripken. Für Ralf standen 7,1km auf dem Plan, die ihn zum Gut Hemmelmark über einen Radweg zur Brücke über die B203 und später über einen Sandweg zum alten Gutshof führte.

In Hemmelmark wurde Ralf von Christian Bunke erwartet. Dieser Wechsel war gleichzeitig der letzte Wechsel, da auch Christian eine Doppeletappe anging. Die 10,6km von Hemmelmark nach Waabs und die Schlussetappe von Waabs nach Damp, 8,6km. Christians erste Etappe gestaltete sich noch wellig und mittlerweile dominierte die Sonne am Himmel. Beim Durchlauf von Christian in Waabs zeigte auch der Streckensprecher seinen Respekt über die Leistung, beide Etappen zu laufen.

 

Während Christian flott die beiden letzten Etappen lief, fuhren alle anderen Etappenläufer zurück und erwarteten ihn zum gemeinsamen Zieleinlauf im Hafen von Damp.

 

Nach 7:19:47 Stunden durchlief die Staffel gemeinsam den Zielbogen am Strand der Ostsee. Diese Zeit entspricht Platz 21 in der Firmenwertung und Platz 64 in der Gesamtwertung. Bei 800 gestarteten Staffeln eine hervorragende Platzierung.

Das gute Ergebnis ist auch ein Resultat der passenden Logistik. Alle Wechselpunkte waren rechtzeitig mit den richtigen Läufern besetzt, ein großes Dankeschön an unsere Fahrer Torsten und Christian!

Trotz aller Ziele und Anstrengungen kam natürlich auch der Spaß nicht zu kurz und es zeigte sich in jeder Hinsicht ein prima gemeinschaftlicher Zusammenhalt. Den Abschluss des gelungenen Tages bildete eine große Party im großen Festzelt. Eine gute Gelegenheit, die Läuferbeine beim Tanz zu lockern und von vielen Stecken- und Wechselerlebnissen zu berichten.

Am Sonntag ging es dann zurück nach Lemwerder, nach einem abwechslungsreichen Laufwochenende.

 

Die einzelnen Etappenzeiten der Herrenstaffel:

0:47:13 / 0:46:40 / 0:57:48 / 0:41:11 / 0:48:23 / 0:34:08 / 1:20:37 / 0:43:29 / 0:40:23

 

Die beiden Startläufer der beiden Herrenstaffeln der akquinet AG (mitte)

Heiko Fellendorf & Christian Bunke (links, rechts)

Thomas Sudbrink kurz vor der Staffelstabübergabe

Heiko Fellendorf auf seiner Etappe nach Dannewerk

 

Unsere Damenstaffel

Für das Frauen-Team der SG Akquinet war der Tag einfach ein herrliches Teamerlebnis mit vielen Eindrücken und einem tollen Mix aus neuen Erfahrungen und einem riesen großen Spaßfaktor. Sarah Bruns startete in Husum und schaffte für sich persönlich ihre bisher längste Wettkampf-Distanz mit 11,5 km und auch noch in ihrer persönlichen Bestzeit. So konnten wir schon am Morgen das erste strahlende Gesicht am Wechselpunkt jubelnd in Empfang nehmen. In Wittbeck übernahm Doris Weichert den Staffelstab und konnte ebenso frisch und fröhlich etwas früher als erwartet nach weiteren 10,4 km „das Holz“ in Hollingstedt an Janna XXXX weitergeben. Herzlichen Dank an Janna, die unser Team als Freundin verstärkt hat und eine flotte Strecke von 11,1 km lief.

Am nächsten Wechselpunkt in Dannewerk startete Heike Ohlenbusch hoch motiviert auf die 9,8 km lange Strecke über den Flugplatz von Jagel – wann darf man schon mal über ein Rollfeld rennen? Für Manuela Kruse ging es bei den nächsten 8,9 km bis Fahrdorf weiter und in Schleswig-Holstein gilt: Je kürzer die Strecke, desto hügeliger wird es! Ihr Strahlen am Streckenziel sagte alles. Catrin Vietor durfte die wohl landschaftlich schönste Strecke von Fahrdorf bis Fleckeby über 8,2 km genießen und Sabine Eisenhauer ergriff als nächste Läuferin den Staffelstab über hügelige 9,3 km bis Gammelby. Dort übergab sie an Tanja Sudbrink, auf die ein sehr langer Anstieg wartetet. Nach 7,1 km übernahm mit Anita Erhardt eine erfahrene Top-Läuferin das Staffelholz und lief – wie schon im Vorjahr – von Hemmelmark über Waabs die letzten hügeligen Teilabschnitte über 19,2 km bis Damp und war eine große Unterstützung für das Team. So waren wir gegen Abend nach gut 10 Stunden im Ziel und glücklich, bei tollem Laufwetter die Gesamtstrecke von über 96 km geschafft zu haben. Was für ein herrlicher Tag!

Und die Krönung wie immer: Die Party am Abend direkt am Ostseestrand bis in den nächsten Morgen – wer laufen kann, der kann auch feiern!

Die Damenstaffel nach Ihrem Zieleinlauf am Ostseestrand